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Ein Wald voller Wunder

 

Suchst Du des Waldes heilige Ruh?

Mach die Augen auf und das Mundwerk zu!

 

Willkommen auf meiner Website www.passion4wood.de! Hier geht es um Natur, Wald, Holz. Schaut Euch ruhig bei mir um. Damit ich weiß, wer meine Website besucht, könnt Ihr Euch gerne in mein Gästebuch eintragen. Und nun viel Spaß beim Herumstöbern!

 

Wer dem Alltag entfliehen möchte, ist im Wald genau richtig. Erfreue Dich an der Natur und entdecke erstaunliche Dinge, die Du nicht für möglich gehalten hättest! Die urwüchsige Kraft der Bäume und einige uns unheimlich vorkommende Fakten lassen uns den Wald in einem mystischen Licht erscheinen.

Der Geruch des Waldes ist würzig, ein bisschen erdig, im Frühling vermischt mit dem Duft der Wildblumen, im Sommer mit der Hitze der Sonne. Wir möchten uns hinlegen und dem leisen Säuseln des Baches, dem emsigen Summen der Bienen und dem Zwitschern der Vögel lauschen. Im Herbst riechen wir die Pilze, an einem kalten Wintermorgen kriecht uns die Kälte in die Knochen und der Rauhreif hängt in den Zweigen.

 

Tagsüber verdunstet der Schnee infolge Sonneneinstrahlung. Es entsteht Wasserdampf, der sich in der Luft auflöst. Nach Sonnenuntergang sinken abends die Temperaturen am Boden dann schnell. Der Wasserdampf kondensiert, es entstehen winzige Tröpfchen, die sich an Staubteilchen und anderen Luftpartikeln anlagern und wachsen. Milliarden von diesen Nebeltröpfchen bilden einen Schleier, der uns die Sicht nimmt und einen andren Blick auf die Natur schenkt. Wenn es Bodenfrost gibt, schlägt sich der Nebel als Raureif nieder. Kondensieren die Wassertröpfchen an Gräsern oder Zweigen, bildet sich Tau.

 

Sieh, fühle und rieche das frisch gefällte Holz! Harz als klebrige Substanz verschließt und schützt die Wunden von Bäumen, indem es aus der Wunde austritt und an der Luft trocknet. Wenn Bäume gefällt werden, riecht der ganze Wald nach Harz.

 

So wie das Harz der Wundverschluss für Bäume ist, wird es auch in der Volksheilkunde eingesetzt. Am verträglichsten für die menschliche Haut ist Lärchenharz. Anerkannt ist seine Durchblutung fördernde, schmerzlindernde und keimtötende Wirkung.

 

Fingerhut wächst auf Waldlichtungen und Kahlschlägen. Die violetten oder weißen Blüten in Glockenform  wachsen als Traube an einem bis zu 2m hohen Stängel. Jede Blüte ist fünfzählig, sie bestehen alle aus 5 Kelchblättern. Jede Traube wird von 50-100 separaten Blüten gebildet, die alle schräg nach unten gerichtet sind. Im unteren Bereich ist jede Blüte mit feinen Sperrhaaren versehen, siehe linke Seite, bitte genau hinschauen! Diese Sperrhaare verhindern, dass kleine Insekten die Blüten anfliegen. So wird die Bestäubung durch größere Insekten gesichert. Sie nutzen den vorstehenden Teil der unteren Blütenlippe als Landeplattform, siehe rechte Seite.

 

Wusstest Du schon, dass Tannenzapfen nie im Ganzen von den Zweigen fallen? Sie wachsen senkrecht nach oben am Zweig. Die Schuppen fallen einzeln aus, die Zapfenspindel verbleibt am Baum.

Fichtenzapfen hängen am Zweig. Wenn Du auf dem Waldboden Zapfen findest, sind es im Ganzen abfallende Fichtenzapfen.

 

Bäume sind nicht nur Schatten- und Sauerstoffspender, sie sind heutzutage auch ein unersetzliches Wirtschaftsgut. Sie werden vom Menschen bereits seit der Urzeit verwendet. Viele Wirtschaftszweige nutzen das nachwachsende Holz der Bäume. Es wird zu Bauholz, Feuerholz, Holzpellets und Holzchips verarbeitet. Holz ist ein wesentlicher Rohstoff für die
Papierproduktion und die Möbelindustrie.

Neben der industriellen Nutzung sind die Bäume eine Heimstatt für viele Tierarten. In den Kronen leben Eichhörnchen und besonders Vögel, aber an den Stämmen auch Spinnen, Insekten und Schnecken, von denen sich die Vögel ernähren. Für die Menschen sind Bäume ein erbaulicher Anblick. Sie bieten uns Ruhe und Erholung.

 

Wegen ihrer schnellen und ruckartigen Bewegungen bekommt man Eichhörnchen gar nicht so einfach vor die Linse.Sie bewegen sich in Sprüngen vorwärts, normale Sprungweiten sind 40-50cm, aber auch 4-5m, hauptsächlich in Baumkronen, sind nicht ungewöhnlich. Wenn sie von ihren kletternden Feinden tagsüber verfolgt werden, springen sie schon mal von der Spitze hoher Bäume auf den Boden. Da kommt keiner hinterher! Gefährlicher wird es, wenn sie nachts im Schlaf von Mardern angegriffen werden. Raubvögel werden gern genarrt, indem die Eichhörnchen spiralförmig um den Baumstamm herum flüchten.
Eichhörnchen´s Rumpf und Kopf sind 20-25cm lang. Der Schwanz mit einer Länge von 15-20cm wird beim Klettern als Balancierhilfe benutzt. Beim Springen dient er als Ruder und Bremsfallschirm. Zusätzlich haben Eichhörnchen zwischen Ellbogen und Körper Flughäute, die beim Springen wie Flügel eingesetzt werden.
Eichhörnchen-Nester werden Kobel genannt. In 3-5 Tagen errichtet, haben sie einen Innendurchmesser bis zu 20cm und eine Wandstärke bis zu 15cm. Das sorgt für gute Wärmeisolation und wasserdichte Wände. Wegen Störungen und Schädlingsbefall wechseln die putzigen Tierchen von Zeit zu Zeit ihren Kobel. Sie haben davon mehrere gleichzeitig. Kobel sind Schlafraum, Ruheraum, Esszimmer. So sind sie flexibler bei Gefahr. In guten Wohnlagen werden gern verlassene Spechthöhlen bezogen oder Vogelnester als Fundament für einen Neubau genutzt.

 

Bergdörfer in Tälern werden durch Waldgebiete an Berghängen gegen Steinschlag, Lawinen und Bergrutsche geschützt. So kann der Schnee zwischen den Bäumen gar nicht erst ins Rutschen kommen. Der Wald muss dicht genug sein und stabilisiert so den Schnee an den Hängen. In der Schweiz erfüllen 36% der Wälder eine solche Schutzfunktion.

 

Alt wie ein Baum: In der schwedischen Provinz Dalarna haben Forscher eine 9550 Jahre alte Fichte entdeckt. Durch eine spezielle chemische Analyse konnte das Alter des Holzes und der gefundenen Fichtenzapfen sicher nachgewiesen werden. Damit ist das der älteste bekannte lebende Baum. Er hat widrige klimatische Bedingungen überstanden, weil er in der Lage war, sich immer wieder selbst zu klonen. Ein Stamm wird ungefähr 600 Jahre alt, nach dem Absterben entsteht ein neuer, weil der Wurzelstock immer noch intakt ist. Die schwere Schneelast drückt zudem die unteren Äste auf den Boden. Sie können dort Wurzeln schlagen, es entstehen Absenker, die zusätzlich das Überleben des Baumes ermöglichen. Forscher haben von Dalarna bis zum Nordkap 20 weitere Fichten mit einem Alter über 8000 Jahre gefunden.

Anmerkung: Der älteste Baum "Old Tjikko", von dem hier die Rede ist, sieht in Wirklichkeit nicht so stattlich aus wie hier. Er steht auf einem Hügel und ist arg zerzaust. Die Fichten auf meinem Bild wurden im Zinnwald-Georgenfelder Hochmoor aufgenommen.