Die steinerne Jungfrau vom Pfaffenstein

Auf zur Barbarine, der steinernen Jungfrau vom Pfaffenstein! Die Barbarine ist eine freistehende Felsnadel und das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
Weiter gibt es eine Kurzbeschreibung für je einen Ausflug auf die Berge Königstein und Lilienstein sowie zur Basteiaussicht.

Tafelberge wie hier im Hintergrund der Pfaffenstein haben eine weite Gipfelebene in meist länglicher Form und steil abfallende Berghänge. Königstein, Lilienstein, Großer Zschirnstein, Rauenstein und Pfaffenstein sind bekannte Tafelberge in der Sächsischen Schweiz.

 

Geparkt werden kann im Ortsteil Pfaffendorf der Stadt Königstein. Parallel zur Hauptstraße verläuft der ausgeschilderte Weg zum Pfaffenstein, vorbei an Getreidefeldern.

 

Der Berg ist zerklüftet und von vielen Höhlen durchzogen. Früher war er Zuflucht in Kriegszeiten. Gleich am Fuß des Pfaffensteins beginnen die Stufen.

 

Und so geht es auch weiter. Der Pfaffenstein wurde bereits vor 3000 Jahren besiedelt. Heute befinden sich auf dem Gipfel ein Gasthaus, ein Aussichtsturm und mehrere Aussichtspunkte.

 

Zwischendurch gibt es immer wieder atemberaubende Ausblicke! Trittsicherheit ist Voraussetzung: Hier sehen wir den Lilienstein und im Tal Pfaffendorf.

 

Oben angekommen, lädt das Berggasthaus zur Rast, rechts angeschnitten ist ein Stück vom Aussichtsturm zu sehen.

 

Bei schönem Wetter, hier im Juli, hat man vom Turm eine wunderbare Fernsicht.

 

Der 30m hohe Sandsteinturm ersetzte 1904 einen hölzernen Aussichtsturm. Die Steine wurden vor Ort gebrochen, das restliche Baumaterial alles von Hand hochgetragen. Der Lastenaufzug für das Gasthaus wurde erst 1912 in Betrieb genommen und funktioniert heute noch.

 

... und schon wieder Stufen!

 

Wegweiser in der Nähe des Aussichtsturms: Wir unternehmen einen Abstecher zur Barbarine.

 

Gut zu Fuß sollte man schon sein. Die Stufen sind oft sehr unregelmäßig.

 

Da oben wird es schmal!

 

Nächste Engstelle: Einen Fuß vor den anderen setzen, zwei Personen nebeneinander Fehlanzeige, Rucksack am besten abnehmen! Hinter dem Felsspalt sind wir dann am Ziel!

 

Der Sage nach war die Barbarine ein Mädchen, das sonntags lieber in die Heidelbeeren ging als in die Kirche. Darüber wurde die Mutter so zornig, dass sie ihre Tochter verwünscht hat, sie solle zu Stein werden und auf immer dort stehen als Warnung für alle ungehorsamen Kinder ...

Die Barbarine ist mit knapp 43m die höchste freistehende Felsnadel der Sächsischen Schweiz, wegen Erosionsschäden ist sie seit ca. 40 Jahren für Kletterer gesperrt.

 

Als Ausgangspunkt zum Klettern bietet sich das Plateau auf dem Pfaffenstein an. Aber nur mit Ausrüstung! Wer sich nicht verausgaben möchte, kann das Panorama genießen.

 

Der Abstieg durch das Nadelöhr: Vorsicht und Augen auf! Bei oder nach Regen ist es hier sehr rutschig. Geländer gibt es nicht überall.

 

Endlich unten!

 

Auf dem Rückweg sehen wir den 361m hohen Königstein mit der größten Bergfestung Europas. Königstein ist sowohl Berg als auch Stadt. Von Pirna aus auf der B172 gibt es 2-3km vor Königstein einen Abzweig mit Parkplatz und einen Fußweg bis unterhalb der Festung. Hoch kommt man dann auch zu Fuß oder mit einem Aufzug.

 

Der 415m hohe Lilienstein ist der einzige Tafelberg auf der rechten Elbseite, erreichbar über Pirna/Rathewalde/Waltersdorf. Vom Waldparkplatz an der Liliensteinstraße geht es zum nicht so steilen Nordaufstieg, schwindelfrei und trittsicher sollte man wegen der vielen Stiege aber sein. Viele Leitern sind freischwebend mit beidseitigen Geländern angelegt. Ein Berggasthaus hat April bis Oktober geöffnet. Reste einer böhmischen Burg von 1200 sind heute noch erkennbar.

 

Blick vom Basteifelsen aus 305m Höhe über NN in Richtung Süden. Die Elbe liegt fast 200m tiefer. Der Tafelberg hinter dem Elbbogen ist der allgegenwärtige Lilienstein. Die Bastei zählt zu den meistbesuchten Aussichten in der Sächsischen Schweiz. Ebenfalls rechts der Elbe gelegen, ist sie erreichbar über Pirna und Lohmen. 1,5km nach dem Ortsausgang Lohmen biegt rechts die Basteistraße ab. An deren Ende gibt es einen Parkplatz. Bis zur Aussicht sind es ca. 400m. Empfehlenswert ist der Besuch der Felsenburg Neurathen ganz in der Nähe.

 

Blick vom Basteifelsen elbabwärts in Richtung Dresden